Projekte

Die Klasse 10c besuchte am 12.September 2013 die „Kirche der Stille“.
Diese ganz besondere evangelische Kirche befindet sich in der Helenenstraße (Altona). Ungewöhnlich war schon der Beginn, denn am Eingang mussten wir unsere Schuhe ausziehen. Wir wurden von der Pastorin Fr. Nauck begrüßt und schweigend in den Kirchenraum geführt. Den hat dann jede(r) für sich erkundet. Beim anschließenden Rundgespräch meinten viele, dass dieser fast leere, helle Raum eine beruhigende Wirkung habe.

Wir lernten dann einige Meditationsübungen kennen, z.B. das „achtsame Gehen“, eine konzentrierte Körperhaltung und das bewusste Hören und Atmen. Zum Schluss durfte jede(r) Schüler(in) eine Kerze entzünden und wir wurden mit dem Segen der Pastorin verabschiedet. Wir haben festgestellt, dass wir die Ruhe an diesem Vormittag als entspannend empfunden haben. Luc

Bei Stopp ist Schluss

Die Franz-von-Assisi Schule hat sich einem Schulentwicklungsprogramm angeschlossen, dass Werte und Regeln vermitteln soll, soziale Kompetenzen unterstützt und Konfliktprävention betreibt.

Oberstes Ziel dabei ist ein gutes Unterrichtsklima und ein positives soziales Klima in den Schulklassen zu schaffen. Die Methoden helfen auf der einen Seite Regeln des Zusammenarbeitens, d.h. das Recht auf störungsfreien Unterricht durchzusetzen und auf der anderen Seite unterstützen sie die Regeln des Zusammen-Lebens d.h. die Regeln für einen respektvollen Umgang miteinander zu erlernen.

Lehrer ziehen bei Fragen der Pünktlichkeit, der Hausaufgaben und bei Unterrichtsstörungen an einem Strang. Mit klaren Grenzen und Konsequenzen wird das Recht auf einen störungsfreien Unterricht umgesetzt.

Dabei kann schulische Arbeit nur dann erfolgreich sein, wenn Elternhaus und Schule gemeinsame Ziele verfolgen.

Der Klassenrat in der 5. und 6. Klasse

„(Im Klassenrat) machen die Schüler … die Erfahrung, dass ihre zwischenmenschlichen Probleme ernstgenommen werden. Spannungen, die ihr Wohlbefinden und auch ihre Leistungsfähigkeit und -motivation beeinträchtigen, können in der Regel abgebaut werden. Sie lernen darüber hinaus, emotionale Probleme zu verbalisieren und miteinander zu diskutieren.“ (Aus:Differenzierung in der Offenen Schule; Nov. 1986).

Ausgehend von diesem hohen Anspruch habe ich den Klassenrat in der 5. Klasse eingeführt. Unser Klassenrat tagt regelmäßig, wenn möglich in der letzten Unterrichtsstunde jeder Woche. Er wird nach und nach von allen Schülern der Klasse geleitet. Wichtig ist, dass sich alle Mitglieder des Klassenrats an die fest vereinbarten Regeln halten müssen!

Grundlage für die Klassenratssitzung ist die „Wandzeitung“. Sie wird in der Klasse ausgehängt und trägt folgende Spalten:

Ich lobe… Ich wünsche… Mir gefällt nicht…

In dieser Wandzeitung tragen die Schüler der Klasse namentlich alle Angelegenheiten und Probleme ein, die sich aus dem gemeinsamen Schulalltag während der Schulwoche ergeben.

Die Klassenratssitzung beginnt immer mit der Anerkennungsrunde. Jeder Schüler trägt einem oder mehreren Mitschülern seine Anerkennung vor indem er sagt: „Ich möchte …(Name) meine Anerkennung dafür ausdrücken, dass sie (oder er)… (etwas Bestimmtes) getan hat.“ Danach wird die Tagesordnung in Anlehnung an die Wandzeitung abgestimmt und an die Tafel geschrieben. Die Tagesordnungspunkte werden in der angeschriebenen Reihenfolge nacheinander besprochen. Zuerst wird das Problem/Anliegen von demjenigen geschildert, der es an die Wandzeitung geschrieben hat. Dazu benutzen wir Satzanfänge, wie „Ich möchte gern …“ oder „Ich finde (nicht) gut, dass …“ oder „Mich hat gestört, dass …“. Danach dürfen die Betroffenen als erstes etwas dazu äußern. Erst dann darf die Klasse ihre Sichtweise dazu darstellen. Nachdem alles über das Problem/Anliegen gesagt ist, suchen alle nach einer Lösung!

Von jeder Sitzung wird ein kurzes Protokoll angefertigt. Das Problem/Anliegen wird stichwortartig dargestellt und die Lösungsvorschläge notiert. Zu Beginn des nächsten Klassenrates wird überprüft, ob sich das Problem/Anliegen mithilfe der Lösungen schon geklärt hat.

Für die Schüler hat der Klassenrat eine hohe Bedeutung. Sie bestätigen immer wieder, dass er ihnen hilft ihre Konflikte und Probleme auf eine sachliche Weise zu bewältigen. Die Schüler finden hier eine Hilfe Verhalten zu beobachten, zu überprüfen, sich zu verändern und sich weiterzuentwickeln. Sie lernen einen friedlichen Umgang miteinander und erfahren, dass sie in ihrer Not Hilfe erhalten.

G. Lujic

Tansania: Kashozi Secondary School

Wir haben zur Kashozi Secondary School im Nordwesten von Tansania Kontakt aufgenommen. Im vergangenen Schuljahr haben wir die Schule an einem Projekttag in den Klassen vorgestellt und die Probleme vor Ort deutlich gemacht.

Darauf haben Klassen Aktionen gestartet, um Geld zur Unterstützung der Schule zu sammeln. Es sind 400 Euro zusammengekommen, die über das Kolpingwerk Tansania an die Schule weitergeleitet worden sind.

Im Oktober erreichte uns folgende Rückmeldung:

Brief_aus_Tansania

Eine Übersetzung des Briefes haben Schüler der 7a gemacht (siehe dort). Wir sind froh, dass wir helfen konnten. Ein weiterer Ausbau des Kontaktes ist geplant.